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Auf den Spuren von Marx - Ein persönlicher Reisebericht

(Fertiggestellt am 3. Oktober 2003. Weiteres Update und neue Fotos eingefügt am 26. Januar 2004.)

Ende Juli 2003 fuhr ich in Begleitung von Martin Rucker (dem ich für seine unermüdliche Hilfe zu Dank verpflichtet bin) nach Österreich, um endlich die Orte zu sehen, an denen Joseph Marx, mit dem ich mich schon seit fast drei Jahren beschäftigte, gelebt und gewirkt hat.

Diese Reise war ein großartiges Erlebnis, denn schon bald nach unserer Ankunft in Österreich sollten wir

Durch diesen mit vielen Fotos dokumentierten Reisebericht möchte ich all diese schönen Momente der Reise mit den Besuchern dieser Internetseite teilen.

Viel Spaß beim Anschauen und Lesen!




Die Hinfahrt und ein Zwischenstop im romantischen Pürgg


01: Vom Auto aus ein erster Blick auf die Alpen - ein Moment der Vorfreude auf das, was uns erwartet
02: Kann ein Foto die ruhevolle Atmosphäre und endlose Weite dieses Tals auch nur annähernd wiedergeben?
03: Hier sind wir in der Gegend um den Wolfgangssee und den Mondsee...
04: Bin ich hier richtig bei "The Joy of Painting" mit Bob Ross?



05: Ein Ferienhaus in dieser Gegend würde mir ganz sicher gefallen
06: Nach einem Abend mit Herrn Prof. Wolfgang Suppan (in Pürgg), dem wohl bekanntesten Marx-Schüler der Steiermark, bin ich beim Anblick eines kilometerhohen Felsmassivs (der "Grimming", wie ich mir inzwischen habe sagen lassen), das ich am Vormittag von meinem Hotelbalkon aus sehe, völlig überwältigt
07: In einer so wunderschönen Landschaft wie dieser dürfte es an Inspiration...
08: ...wohl kaum gefehlt haben, wie Joseph Marx mit seinen klangvollen Werken immer wieder gezeigt hat


* * *


Aufgrund einer ganzen Reihe von Treffen hatten wir leider viel zu wenig Zeit in Graz, aber gerade noch Zeit genug, um dort einiges von Marx zu entdecken...


09: Nun sind wir also im Grazer Stadtpark, wo Marx uns voller Schwermut anschaut und wir uns einmal mehr daran erinnern,...
10: ...wie nah Glückseligkeit (der Quell all seiner Musik) und jene unerfüllbar scheinende Sehnsucht nur allzu oft beieinanderliegen. Kaum habe ich dieses intensive Motiv im Kasten, funktioniert die Kamera nicht mehr. Zufall?
11: Schon bald mit einem neuen Fotoapparat ausgerüstet, wollen wir endlich diese "Joseph-Marx-Straße" sehen, deren Name mir im Internet...
12: ...immer wieder über den Weg gelaufen war. Und obwohl idyllische Straßenzüge in diesem ruhigen Teil von Graz wahrlich keine Seltenheit sind, ...



13: ...paßt diese Straße hier doch irgendwie gut zu Marx, wie wir finden
14: Wer wohl auf die Idee gekommen war, ausgerechnet diese Straße nach ihm zu benennen, und nicht irgendeine andere?
15: Leider bleibt keine Zeit mehr zu recherchieren und den Verantwortlichen zu ermitteln, ...
16: ...aber Zeit für ein letztes Foto eines weiteren, von mir in letzter Sekunde entdeckten Schildes haben wir dann doch noch


Viele weitere Fotos der Joseph-Marx-Straße findet man unter dieser Adresse (dort auf die Fotos klicken).







Kaum zu glauben, aber wie wir erst nach unserer Heimkehr merkten, hatten wir in Graz tatsächlich versäumt, das Geburtshaus von Marx zu besuchen! Daher bin ich Herrn Alexander Wenzel von der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz sehr dankbar für die folgenden drei Aufnahmen, die er freundlicherweise für mich gemacht hat (mit speziellem Dank an Frau Dr. Helga Kaudel):

In diesem Haus (Rechbauerstr. 15, Graz, 2. Bezirk) hat Joseph Marx das Licht der Welt erblickt
Die Gedenktafel an der Mauer des links abgebildeten Geburtshauses: "In diesem Hause wurde am 11. Mai 1882 Joseph Marx geboren. Dem steirischen Tondichter zum 65. Geburtstag gewidmet vom Musikverein für Steiermark."
Und hier eine Gedenktafel im Foyer der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, Palais Meran, Leonhardstr. 15







Und nun einer der Höhepunkte der Reise - der Besuch der altehrwürdigen "Villa Hansa" in Grambach bei Graz, in der Marx beinah sein halbes Leben verbracht und einen Großteil seiner Werke geschrieben hat; Treffpunkt zahlreicher bekannter und unbekannter Namen von nah und fern. Wir trafen dort nicht nur die Eigentümerin des Hauses, sondern dort wartete auch schon ein ganz spezieller Gast auf uns...


17: Ich hatte lange davon geträumt, vor diesem Schild zu stehen
18: Viel zu schnell ging es dann, und schon standen wir vor einem großen, alten Holzhaus. Wie aus einem Märchen kam es mir vor...
19: ...und wie durch ein Wunder schaffte es die Kamera sogar, den Anblick ungefähr so wiederzugeben, wie er wirklich war
20: Dieses Schild sagt uns: Hier sind wir richtig.



21: Verwunschene Winkel, Sonnenschein, Grillenzirpen und reine Waldluft... Genau so hatte ich es mir vorgestellt
22: Geht man den Garten hinunter, so sieht man eine Glocke auf dem Dach
23: Die wurde früher sogar geläutet, wenn's was Wichtiges gab
24: Eine interessante Brunnenskulptur sticht mir ins Auge: ein "Froschkonzert" mit Dirigent, Panflöte und Dudelsack...


25: Vielleicht kann ich von hier drüben aus hinter das Geheimnis dieses mysteriösen Brunnens kommen?
26: Oder vielleicht doch besser von weiter oben? Viel wichtiger ist jedoch in diesem Moment...
27: ... ein winzig kleines Kätzchen, das mich - diesen aufgeregt hin- und herlaufenden Menschen mit Fotoapparat - vorsichtig beäugt
28: Wir gehen ins Haus und befinden uns kurz danach auf dem fast rund um das Haus gebauten Balkon,...



29: ... wo ich eine sehr lustige, 81jährige Dame fotographiere: Frau Katharina Findner, eines der damaligen Stubenmädchen (1938-43) von Marx und seiner Lebensgefährtin Anna Hansa!
30: Und bei der Gelegenheit bitte ich auch gleich die Hausherrin Frau Ellison, mir für diese damals schon von langer Hand geplante Fotogalerie zu posieren
31: Auch nach links hin erblüht alles in saftigem Grün; früher standen in diesem kleinen Örtchen nur ganz wenige Häuser
32: Wir gehen eine knarrende Treppe hoch und befinden uns nun in dem wohl wichtigsten Zimmer des Hauses, denn genau in diesem Raum...


33: ...hat Joseph Marx fast alle seine Werke geschrieben! Das Stubenmädchen "Katterl" erzählt uns so manche Geschichte... Und bis tief in die Nacht soll der Professor auf dem Klavier komponiert haben, das sich hier an der rechten Wand befand, wo heute die Lampe steht. Und während ich also...
34: ... die fast schon mystische Stimmung des Raumes weiterhin genieße, mache ich schnell noch ein Foto von genau der Stelle aus, von der auch schon Marx persönlich ein Foto gemacht hatte
35: Wieder unten im Eß- und Musikzimmer angekommen, fällt unser Blick auf ein Gemälde, das dieses Grundstück zu früheren Zeiten zeigt
36: Wir befinden uns nun am Eßtisch von Marx und Anna Hansa. Gleich werde ich fast zwei Stunden lang auf genau dem Stuhl sitzen, der es unter dem beachtlichen Gewicht des Hofrats bestimmt nicht immer leicht gehabt hat


37: Dieses uralte, charaktervolle Instrument ist zwar nicht der Musizierflügel des Meisters (jenen konnten wir leider nicht ausfindig machen), wurde aber immerhin vor mehr als 100 Jahren von der Familie des Komponisten Robert Stolz gebaut, worauf die Herrin des Hauses nicht ohne einen gewissen Stolz hinweist
38: Bevor unser Besuch leider zu Ende gehen muß, sehen wir noch das damalige Wohnzimmer von Marx und Anna Hansa; viele der Möbel im gesamten Haus sind noch die von Joseph "Pepo" Marx und seiner Anna benutzten Originalstücke aus dem Besitz der Familie Hansa
39: Nach einem bewegenden Abschied von den lieben Damen und diesem Haus, das - für jedermann spürbar - eine Kraft und Tiefe ausstrahlt, mache ich noch ein Bild in der beginnenden Abenddämmerung...
40: Weiter unten, vom Grundstück des Landhaus Hammerl aus, in dem Marx und seine Gäste häufig essen gegangen sind, gelingt mir noch dieses letzte Foto des "Hansa-Hauses", von dessen Front es übrigens auch zwei Bilder gibt, die in den Vierziger Jahren entstanden sind


Originalfoto von Marx' damaligem Stubenmädchen Katharina Findner: Hier ist "Katterl" zusammen mit der damals schon 85-jährigen Köchin "Hanni" zu sehen; dieses vor dem Hansa-Haus entstandene Bild (ungefähr 1940) hat Joseph Marx höchstpersönlich aufgenommen!

* * *


In Wien besuchten wir zunächst das Haus in der Traungasse, in dem Marx über einen Zeitraum von 50 Jahren einen Teil des Jahres in Wien verbrachte; danach folgten Treffen mit einigen meiner Recherchehelfer und Streifzüge durch die beeindruckenden Kulissen der Weltstadt Wien...


41: Einige Frontfotos dieses Marx-Wohnhauses, in dessen Treppenhaus man uns irgendwann gnädigerweise reingelassen hat, findet man hier
42: Hofburg
43: Josefsplatz
44: Stefansdom


45: Die Kutscherei ist schon
eine anstrengende Sache...
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47: Die Wiener Einkaufsmeile


* * *


Am Abend vor unserer Heimkehr waren wir noch auf dem Wiener Zentralfriedhof, wo uns viele berühmte Namen begegneten, bis wir dann schließlich auch vor Marxens Grab standen...


48: Franz Schubert
49: Ludwig van Beethoven
50: Johannes Brahms
51: Johann Strauss



52: Franz Schmidt
53: Hugo Wolf
54: Das Ehrengrab von Joseph Marx.
Weitere Fotos dieses Grabes findet man hier


* * *


Der Tag unserer Rückfahrt...


55: ...führte uns unter anderem an einen idyllischen See an der Autobahn...
56: ...und belohnte uns mit einem Blick aus dem Autofenster
auf die letzten Ausläufer der Alpen...


...und so endete diese denkwürdige Reise in die Heimat des Joseph Marx!



Ich danke allen, die uns mit ihrer Gastfreundschaft den Aufenthalt verschönert haben.



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