Über Berkant Haydin, den Autor der Marx-Homepage www.joseph-marx.org



WICHTIGER HINWEIS:
Es ist heutzutage weitverbreitet, daß Homepage-Betreiber in einem entsprechend gekennzeichneten Abschnitt eine Art Selbstdarstellung betreiben, indem sie beispielsweise etwas über sich selbst erzählen oder etwa ihre Gedanken zum Weltgeschehen kundtun (Prominente tun dasselbe gegen hohe Bezahlung, indem sie Autobiographien schreiben, die häufig mit Hilfe der Medien zu Bestsellern gemacht werden). Geschieht dies regelmäßig oder gar fortlaufend in Form eines öffentlichen Internet-Tagebuches, spricht man von einem "Blog" oder "Weblog". Dies ist auf dieser Website allerdings nicht der Fall.
Der Autor dieses Abschnitts trägt jedenfalls keinerlei Verantwortung für individuelle Meinungen oder subjektive Deutungen, zu denen sich andersdenkende, desinteressierte oder zufällig hierher gelangte Leser aufgrund der Lektüre dieses Abschnitts entschließen könnten. Vorsorglich wird all jenen Besuchern, die primär aus Interesse an Joseph Marx hier hereingeschaut haben, sowie allen nur an Musik, Musikwissenschaft oder Musikgeschichte Interessierten sowie Forschern und Fachleuten dieser Gebiete hiermit empfohlen, diesen privaten Abschnitt zu meiden und zum Joseph-Marx-Bereich zurückzukehren.



Aufgrund häufiger Anfragen habe ich im April 2004 beschlossen, an dieser Stelle einiges über mich zu erzählen, obwohl ich immer noch meine, daß meine Funktion hier nur die eines Überbringers von Informationen über Joseph Marx sein sollte. Wer sich dennoch ein wenig dafür interessiert, womit ich mich beschäftige und was mich beschäftigt, findet unten einige Informationen über mich.

Ein klein wenig mehr über den "Marx Maniac" (so nannte mich Steven Sloane, der Bochumer Dirigent der Orchesterwerke-CD-Serie) kann man übrigens auch erfahren, indem man sich einmal meine Texte im persönlichen Reisebericht durchliest.




Wer nun an dieser Stelle eine Aufzählung meiner Aktivitäten und Qualifikationen auf dem Gebiet der Musik erwartet hat, den muß ich leider enttäuschen: Ich bin weder Musikwissenschaftler noch Berufsmusiker noch habe ich überhaupt beruflich mit Musik zu tun. Und so werde ich in Emails meistens gleich als erstes gefragt, warum ich das eigentlich mache, wie ich dazu gekommen bin und wieso ich mich ausgerechnet so sehr mit Joseph Marx befasse.

Wie ich dazu gekommen bin, steht eigentlich im Abschnitt Das Abenteuer beginnt, aber die Ursprünge der heutigen Konstellation reichen weit in meine Vergangenheit zurück. Schon seit frühester Kindheit war ich in nahezu allen Lebensbereichen immer auf der Suche nach "dem Höchsten", und in der Musik fand ich dies u.a. in der klassischen Musik, doch auch während meines jahrelangen Studiums der alten Meister wie Mozart, Bach, Beethoven usw. galt meine eigentliche Vorliebe immer der nach ca. 1880 entstandenen tonalen Musik, die in die Kategorie der Spätromantik oder des Impressionismus fällt (mein erster Lieblingskomponist war Sergej Rachmaninov). Seit Mitte der 80er Jahre baute ich mir nach und nach eine CD-Sammlung auf, die zunächst nur auf mein Spezialgebiet - Klavierkonzerte - beschränkt war. Mit den Jahren wuchs meine Sammlung immer mehr, und so lernte ich die Namen vieler hundert unbekannter Komponisten und deren Symphonien, Orchesterlieder und symphonische Dichtungen kennen. Im Austausch mit anderen Sammlern aus aller Welt (hauptsächlich England und Amerika) entdeckte ich viele weitere Raritäten und erweiterte meine Sammlung auch um eine beachtliche Anzahl neu erschienener CDs und seltener Radio- und Schallplattenaufnahmen weiterer erlesener Werke der Spätromantik und des Impressionismus (insgesamt ca. 1.800 CDs, 250 Audiokassetten usw.).

Bei einem solchen Austausch fiel mir Anfang 2000 der Name Joseph Marx auf, dessen "Romantisches Klavierkonzert" die erste Musik überhaupt war, die meine fast unstillbare Sehnsucht nach Wohlklang vollkommen befriedigte. Nachdem ich mich auch noch in sein zweites Klavierkonzert "Castelli Romani" rettungslos verliebt hatte, nahm die Geschichte ihren Lauf, wie im Abschnitt Das Abenteuer beginnt und in den Folgekapiteln nachzulesen ist. So entstand Anfang 2001 diese Internetseite über Joseph Marx.

Ich hatte anfangs nie im Sinn, eines Tages ein solch umfangreiches Projekt wie diese Internetseite zu realisieren und eine Orchesterwerke-CD-Serie anzuregen, mitzuplanen und als Berater der beteiligten Projektparteien zu fungieren. Die Vielzahl meiner Kontakte, die ich während meiner monatelangen Recherchen bekam, ebnete dem späteren Erfolg natürlich schon den Weg, aber im Grunde genommen hat sich alles wie von selbst eingefädelt, wobei ich hier und da nur ein bißchen mitgeholfen habe.

An dieser Stelle möchte ich auch anmerken, daß ich außer den Honoraren für das Verfassen der CD-Booklet-Texte noch nie Geld für das bekommen habe, was ich seit Jahren tue, und ich bin in keiner Weise am Profit der marxbezogenen CD-Projekte beteiligt und werde das auch nie sein. [Anmerkung 2008: Daran hat sich auch mit der Joseph-Marx-Gesellschaft, an deren Gründung im April 2006 ich maßgeblich beteiligt war und deren Generalsekretär ich bin, nichts geändert.]

Man kann jedoch ein derart zeitaufwendiges "Hobby" nicht über Jahre hinweg durchziehen, wenn man nicht in irgendeiner Form dahintersteht und wenigstens ab und zu dafür belohnt wird, in meinem Fall durch sehr häufiges Lob und den Dank von Musikfreunden und Berufsmusikern aus aller Welt. Heute ist es eine angenehme Freizeitbeschäftigung, die mich aber gerade in den Anfangsmonaten meiner Forschungsarbeit und Recherchen ungemein viel Kraft (und inzwischen auch sehr viel Geld) kostete, und ich bin ehrlich gesagt sehr froh darüber, daß sich die Arbeit seit etwa einem Jahr auf einem bestimmten Niveau eingependelt hat, so daß ich es wirklich nebenher laufen lassen kann. Die Emailkorrespondenz mit den Projektparteien, aber natürlich auch mit Musikern, Fachleuten und Marx-Fans aus allen Teilen der Erde nimmt zwar manchmal etwas überhand (und die Beantwortung von Emails kann daher zeitweise etwas länger dauern...), aber ich schaffe es irgendwie immer, den vielen Anfragen und Wünschen gerecht zu werden, und bin damit zufrieden, wie es jetzt ist. [Anmerkung 2008: Seit Gründung der Joseph-Marx-Gesellschaft, in der ich unentheltlich als Generalsekretär und einer der Hauptaktivisten tätig bin, beschäftige ich mich noch mehr mit Joseph Marx als bisher, und zwar ca. 20-30 Stunden pro Woche.]


Ab hier nun einige spezielle Informationen über meine Person:

Vor- und Zuname: Berkant Haydin

Geburt: August 1969

Familienstand: Ich habe vor rund elf Jahren meine Lebensgefährtin gefunden. Zu uns gehören eine Katze und zwei Zwergkaninchen.

Mein derzeitiger Lebensraum: Hier muß ich die Österreicher leider enttäuschen, denn ich lebe in Deutschland und habe außer meiner seit 2000 bestehenden Verbindung zu dem vielleicht bedeutendsten österreichischen Spätromantiker Joseph Marx eigentlich nicht viel mit Österreich zu tun. Allerdings entdeckte ich bei meiner unvergeßlichen Österreich-Reise im Sommer 2003 (Reisebericht) die vielen landschaftlichen Schönheiten dieses Landes und freue mich immer wieder, in Österreich zu sein.

Berufliches: Ich arbeite freiberuflich als staatlich geprüfter, gerichtlich ermächtigter Übersetzer.
Mit dieser Tätigkeit, die auch das Lektorieren fremder Texte beinhaltet, beschäftige ich mich nun schon seit ca. 1988 (und seit 1994 hauptberuflich). Meine Hauptsprachen sind Deutsch und Türkisch, Englisch hingegen eine Zusatzsprache. Dazu gleich ein Hinweis: Mein Vokabular im Englischen ist vergleichsweise beschränkt, wie jedem Experten an der englischsprachigen Version meiner Website aufgefallen sein dürfte... Leider kann ich mich auf Englisch nicht so vielfältig ausdrücken wie im Deutschen, aber immerhin hat sich mein schriftliches Englisch dank umfangreicher Emailbekanntschaften mit einer Vielzahl von Amerikanern und Engländern im Laufe der letzten Jahre stark verbessert.
Ebenso dürfte vielen aufgefallen sein, daß ich auf dieser Website die sogenannte "Alte Rechtschreibung" verwende. Lediglich in meiner Arbeit als Übersetzer und im Schriftverkehr mit meinen Kunden bin ich gezwungen, mich an die teilweise ziemlich eigenartigen Regeln der Neuen Schlechtschreibung zu halten wobei ich einige besonders Haar sträubende Vorschriften die diese angebliche Sprach Reform hervor gebracht hat gar nicht erst zur Anwändung bringe weil sie die Entstehung Neuer Schreib Fehler (zum Beispiel die Auseinander Schreibung zusammen gesetzter Verben und Substantive, wie es heut zu Tage fort während aus der angloamerikanischen Werbesprache übernommen wird, zu beobachten ist, ebenso wie die zurzeit immerwieder allzugern übertriebene zusammenziehung getrennter wörter und die kleinschreibung von allem was da kommen mag, verwëndet werden oder der totale Verzicht auf Satz Zeichen, oder der penetrante, Einsatz von Kommata, zu begünstigen, und dem deutschen Sprach gut nicht so Gut tun wie mir, scheint. Aber ich habe mich inzwischen daran gewöhnt und führe so etwas wie ein Doppelleben zwischen alter und neuer Schreibung.

Freizeit: Kurzgeschichten und Gedichte schreiben; Literatur; Komponieren (es existieren zahlreiche Klavierstücke, die auf dem Wege der spontanen Improvisation entstanden sind); melodische elektronische Musik hören (für mich ideal während des Arbeitens, aber auch bei ruhiger klassischer Musik oder bei Stille kann ich gut arbeiten); Fahrradfahren in der Natur; Fitneßtraining zu Hause; anspruchsvolle und ungewöhnliche Filme schauen (der wichtigste und tiefgründigste Film der letzten Dekaden ist für mich "Matrix", Teil 1, der zahlreiche Weisheiten und Symbolismen aus der Philosophie und verschiedenen Lehren und Religionen enthält und dessen vielschichtige Botschaft auf beinahe jedes Weltbild übertragbar ist); an dieser Joseph-Marx-Seite herumbasteln; über das Leben sprechen und meditieren; Menschen, Tiere, Natur und Ereignisse beobachten (mich selbst eingeschlossen); neue Gebiete und Erfahrungswelten entdecken; meine Wahrnehmung erweitern und schärfen, mich daraus weiterentwickeln und weiterbilden; für Freunde und Ratsuchende da sein und überall da helfen, wo ich gebraucht werde, und die Dinge mit viel Humor betrachten, was auf der Joseph-Marx-Website leider zu kurz kam.



Was mir wichtig ist:

Die Musik und insbesondere die klassische Musik gehört zu den wichtigsten Säulen meines Lebens. Doch so wie die meisten anderen Menschen interessiere auch ich mich für viele unterschiedliche Dinge. Daher möchte ich hier das Thema Musik ausnahmsweise ausklammern und etwas darüber sagen, was in meinem Leben von zentraler Bedeutung ist und was mich als Mensch ausmacht.

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Ein alter Mann saß in einem Bus. In seinem Arm hielt er einen wunderschönen Blumenstrauß.
Ein junges Mädchen konnte ihren Blick nicht von der Blumenpracht lassen. Immer wieder schaute sie zu den bunten Blüten und lächelte scheu.
Kurz vor der nächsten Haltestelle stand der alte Mann auf und ging zu dem Mädchen. Er reichte ihr den Strauß und sagte:
"Ich habe gesehen, daß du diese Blumen liebst. Sie waren ja eigentlich für meine Frau. Aber ich denke, meine Frau würde sich freuen, wenn du sie bekommst. Ich gehe jetzt zu ihr und erzähle ihr, daß ich dir die Blumen geschenkt habe. In Ordnung?"
Das Mädchen nahm den Strauß mit einem strahlenden Lächeln an.
Als der alte Mann ausstieg, sah das Mädchen ihm noch voller Dankbarkeit hinterher. Er lief über die Straße und ging durch ein Tor, das zu einem kleinen Friedhof gehörte.


*


Vor etwa zehn Jahren begann sich in meinem Leben allmählich eine klare Linie herauszukristallisieren, hervorgerufen durch eine Reihe wunderschöner, teils aber auch folgenschwerer Ereignisse und Lebensphasen mit nachhaltiger Bedeutung und Auswirkung auf mein Denken und Fühlen. Seitdem sehe ich die Welt mit anderen Augen und führe ein spirituell ausgerichtetes Leben.

Eine der Ausdrucksformen meiner geistigen Entwicklung war für mich von Anfang an auch die Umstellung meiner Ernährung. Ein Leben im Einklang mit der Natur und dem Universum, in dem und von dem wir leben, konnte ich für mich selber mit dem Essen von Fleisch nicht mehr vereinbaren und entschied mich daher Mitte der 90er Jahre allmählich für ein Leben als Vegetarier. Schon wenige Jahre später ging ich aus gesundheitlichen und ethischen Gründen zur veganen Lebensweise über (d.h. keine Milch oder Milchprodukte, keine Eier; zudem Verzicht auf Tierprodukte wie z.B. Leder). Dadurch verschwanden bei mir übrigens mit der Zeit die meisten körperlichen Beschwerden, die sich über die Jahre angeschlichen hatten (auch die Krankheitsanfälligkeit ging auf ein Minimum zurück). In den letzten Jahren spürte ich dann in mir die Tendenz, langsam zu einer noch natürlicheren Form der Ernährung überzugehen — der Rohkost (Früchte, Gemüse, Nüsse u.ä.). Doch ich möchte mir keine Beschränkungen auferlegen, sondern mir viel lieber die Freiheit bewahren, denn solange ein Gefühl des Verzichtenmüssens da ist, ist man nicht auf dem richtigen Weg.

Meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen haben mir gezeigt, daß der menschliche Geist zu bislang noch unvorstellbaren Leistungen imstande ist. Wie man auch aus der Psychosomatik und neueren Forschungsergebnissen weiß, werden körperliche (d.h. materielle) Abläufe durch den Geist gesteuert und beeinflußt. Unzählige Menschen beweisen überall auf der Welt mit sogenannten übersinnlichen Phänomenen, wozu unser Geist fähig ist und wie man mit ihm das Geschehen um sich herum verändern kann und wie man selbst von seiner eigenen Umwelt beeinflußt wird. Wer sich intensiv mit diesem Thema befaßt, stellt irgendwann unweigerlich fest, daß auch die Materie nicht statisch ist, sondern veränderbar und dynamisch sein muß, und daß auf einer gewissen Ebene alles miteinander vernetzt ist und in Form eines gigantischen, interaktiven Wechselspiels miteinander kommuniziert und gegenseitig aufeinander einwirkt. In den letzten Jahren hört man beispielsweise immer mehr von Menschen, die nonverbale Kommunikation mit Tieren (eine Form der Telepathie) betreiben, und auch ich mache solche Erfahrungen und kann bestätigen, daß es tatsächlich funktioniert und kein Unsinn ist, wie viele glauben. Wer sich in solchen Bereichen umschaut, erkennt irgendwann auch in Pflanzen weitaus mehr, nämlich daß sie Lebewesen mit einer eigenen Erfahrungswelt sind, und daß es eben kein Humbug ist, wenn jemand mit Pflanzen spricht und diese darauf reagieren und manchmal sogar antworten. Selbst ein Fels wird einem dann nicht mehr als festes, totes Gebilde erscheinen, sondern als lebendiger Verbund unzähliger Moleküle, die in ständiger Bewegung sind. Sicher hat sich jeder schon mal bei der Frage ertappt, welche Geschichte wohl ein am Wegesrand liegender uralter Stein zu erzählen hätte.

*

Fadensonnen

Fadensonnen
über der grauschwarzen Ödnis.
Ein baumhoher Gedanke
greift sich den Lichtton:
Es sind noch Lieder zu singen
jenseits der Menschen.

(Paul Celan, 1920-1970)


*

Solche Gedanken sind in der Tat keine Hirngespinste, sondern entspringen einem in uns allen verborgenen Urwissen, an das wir uns eben im Laufe unseres Lebens wiedererinnern können und auch sollten. Auch viele Gelehrte und Wissenschaftler unserer Zeit (z.B. die theoretische Physik auf der Suche nach der Weltformel) haben erkannt, was Naturvölker wie die Indianer schon immer gewußt haben, nämlich daß alles Existierende durch eine unsichtbare Grundsubstanz miteinander verbunden und alles Wissen des Universums in jedem Sandkorn "gespeichert" ist, fast wie eine Art DNA-Code, der die Grenze zwischen der materiellen und der geistigen Welt aufhebt.

Ich bin überzeugt, daß wir Menschen uns eines Tages über unsere selbst auferlegten geistigen Grenzen erheben und unser Potential voll ausschöpfen werden, und dieser Prozeß hat schon längst begonnen. Dann wird vielleicht auch die Versorgung durch die allgegenwärtige, mit heutigen technischen Mitteln aber nicht meßbare Energieform, die heute irrigerweise als "Lichtnahrung" bezeichnet wird, als etwas völlig Selbstverständliches akzeptiert sein. Hiermit ist die Energie gemeint, die jedes Lebewesen direkt aus seiner Umgebung bezieht, teils physisch durch Licht und Wärme, hauptsächlich jedoch auf nichtmateriellem Wege. Diese Energieform war den meisten Religionen und Kulturen unserer Erde und natürlich auch vielen großen Philosophen und Gelehrten der Antike, des Mittelalters und der Renaissance bekannt, geriet dann aber im Zuge der Industrialisierung und Technisierung in der westlichen Zivilisation leider in Vergessenheit. Man nannte sie Äther, Prana, Chi, Lebenskraft, Lebensenergie, universelle Energie. Einen hervorragenden Artikel des Arztes und Futurologen Dr. Robert Hector über das Geheimnis der kosmischen Energie findet man hier.

Diese Energie nenne ich gern auch "die Liebe", womit hier die sogenannte universelle, "göttliche" Liebe im Sinne der Mystiker gemeint ist, so wie sie sicher viele schon einmal in sich gespürt und erlebt haben, wenn man beispielsweise draußen in der Natur in einer klaren Sommernacht die Sternenkuppel über sich sieht und sich dann so seltsam EINS mit dem gesamten Universum fühlt. Ich glaube, daß man in einem solch erhebenden Augenblick der Stille und des inneren Friedens tatsächlich Kontakt "nach oben" aufnimmt — eine Erfahrung oder ein Zustand, von dem viele glauben, daß man ihn nur durch jahrelange Gebete oder Meditationen erreichen könne. Ohne Frage braucht es bei vielen Menschen einiges an Übung, den Bewußtseinszustand zu erhöhen und das Herz — das Zentrum des Fühlens — zu öffnen, doch es ist nicht der einzige Weg dorthin. Denn wer solch einen höchsten Augenblick in sich weiterleben läßt und von da an jedes Erlebnis und jede Begegnung mit anderen Lebewesen unter diesem Licht wahrnimmt, hat ebenfalls schon einen Schritt in Richtung dessen getan, was in vielen Kulturen und Lehren "die Erleuchtung" genannt wird; jener Zustand des Glücks, der Weisheit und der allumfassenden Liebe, nach dem so viele Menschen auf der ganzen Welt ihr Leben lang suchen und den ebensoviele für etwas Ungreifbares, Irrationales halten oder eben einen unerreichbaren Traum darin sehen.

Doch zu wissen, daß die Liebe und das absolute Vertrauen die mächtigste und großartigste Kraft im Universum ist, ist alles andere als eine Träumerei. Jeder kann es selbst im alltäglichen Leben ausprobieren und wird letzten Endes immer wieder feststellen, daß man mit Angst, Zweifel, Mißtrauen und Haß längerfristig immer den kürzeren ziehen wird, während einem Liebe, Wissen, Vertrauen und Frieden immer neue Türen öffnen und einfach gut tun, um das mal ganz klar zu sagen. Ich habe jedenfalls noch keinen Menschen getroffen, der sich nicht im tiefsten Grunde seines Herzens nach Harmonie sehnte. Das Gefühl des Voneinander-Getrennt-Seins und des Hasses wird vom zweiflerischen Verstand erzeugt und erweist sich hinterher, wenn man es überwunden hat, stets als Illusion. Und dennoch glauben viele Menschen immer noch, daß die Guten ja immer vom Schicksal bestraft würden und das Leben nur ein immerwährender Kampf sei. Wer fest daran glaubt, daß es so ist, erschafft sich diese Realität erst recht, obwohl er sie ja eigentlich gar nicht wollte. Er zieht dann das Unglück geradezu magisch an, wie man so schön sagt. Und das geht dann so lange weiter, bis man die Regeln verstanden hat, sich aus seiner selbstgeschaffenen Opferrolle befreit und sich ganz bewußt für die positive Seite der Medaille entscheidet.

Es ist schade, daß Millionen von Menschen allein durch negative Gedanken und einen Mangel an Vertrauen sich selbst und anderen das Leben schwer machen. Dabei ist das Urvertrauen und das Wissen um die Macht der Liebe eine Sache des Herzens und somit etwas Bleibendes, Verbindendes, doch die Meisten machen keinen Gebrauch davon oder wissen noch nicht einmal, daß es da ist. Aber diese Weisheit besitzt jeder von uns, denn sie wird uns von der Natur mit in die Wiege gelegt. Daher waren es in der Menschheitsgeschichte nie die Menschen selber, nie der Einzelne, der sich nach Zwist, Krieg und Blut sehnte und dies in die Tat umsetzte, sondern es waren in aller Regel einige wenige — machthungrige Gestalten mit ihren Beratern und Handlangern —, die ihre gesamte Umgebung in einen Teufelskreis aus Haß und Leid mitrissen. Man erlebt die Auswirkungen dieser Machtgier auch heute tagtäglich, wenn man sich die Nachrichten anschaut. Ich bin manchmal sehr besorgt über diese "Krankheit", die sich zur Zeit am deutlichsten in den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Weltpolitik und in Form undurchschaubar gewordener Milliardengeschäfte auf Kosten der Natur und der ärmeren Länder abzeichnet. Zudem haben viele Mächtige dieses Szenarios offensichtlich nicht den geringsten Respekt vor dem Leben und bewegen sich auf einem äußerst niedrigen Bewußtseinslevel, so daß man manchmal irritiert ist und sich fragen muß, ob man es tatsächlich mit menschlichen Wesen zu tun hat.

Doch der Einzelne macht sich seine eigenen Gedanken über die Welt und ist zu Mitgefühl fähig. Seiner menschlichen Natur gemäß strebt er danach, die Illusionen und Irrwege der Matrix zu überwinden und sich die dahinter liegende Wirklichkeit anzuschauen. Der wahrhaftige Mensch sehnt sich nach Frieden und Liebe. Und da ich dies weiß, habe ich meine Hoffnung auf eine gute Zukunft nie verloren.


* * *


Ein großer starker Krieger ging einst zu einem kleinen Mönch.
"Mönch", sagte er mit fester Stimme, "lehre mich, was Himmel und Hölle ist!"
Der Mönch schaute den Krieger mit Verachtung an und sagte: "Dich soll ich über Himmel und Hölle belehren? Dir könnte ich nichts beibringen. Du bist schmutzig. Du stinkst. Ich kann Deinen Anblick nicht länger ertragen. Hinaus!"
Der Krieger war wutentbrannt. Er konnte vor Zorn nicht mehr sprechen, zog sein Schwert und hob es an, um den Mönch zu töten.
"Das ist die Hölle", sagte der Mönch sanft.
Der Krieger war überwältigt. Die Hingabe dieses kleinen Mannes, der sein Leben eingesetzt hatte, um ihm diese Lektion über das wahre Wesen der Hölle zu geben, beeindruckte ihn zutiefst. Langsam senkte er sein Schwert, voller Dankbarkeit, und nun plötzlich von einem unbekannten Gefühl des Friedens erfüllt.
"Und das ist der Himmel", sagte der Mönch sanft.



* * *


Weitere Erscheinungsformen des Anzapfens der universellen Quelle sind für mich alltägliche Dinge wie z.B. — wie schon erwähnt — die telepathische Übertragung von Gedanken und Gefühlen von einem Wesen zum anderen, oder das intuitive Erahnen und Wissen von Dingen, die man laut den zweifelnden Menschen "unmöglich gewußt haben kann". Ebenso hat jeder schon oft erlebt, wie manchmal Ereignisketten sich wie von Geisterhand zu fügen und einzufädeln scheinen, so als habe es gar nicht anders sein können. Oder man denke an die vielen Arten der außerkörperlichen Erfahrung, deren Existenz sogar schon von der Schulmedizin bestätigt wurde: Viele Menschen, die klinisch tot waren oder deren Gehirnfunktionen während einer Operation vorübergehend deaktiviert wurden, können hinterher detailgetreu die Handlungen und Dialoge des Ärzteteams wiedergeben. Laut der materialistischen Wissenschaft ist dies aber gar nicht möglich, denn es würde ja bedeuten, daß das Bewußtsein des Menschen nichts mit dem Gehirn zu tun hat. Und dies ist auch tatsächlich der Fall: Das Bewußtsein und die sogenannten übersinnlichen Erfahrungen sind Ausdruck einer immateriellen Realität, die parallel zur sicht- und hörbaren Welt existiert — was man jedoch erst dann weiß, wenn man sie wirklich selbst erlebt hat, und zwar idealerweise ohne Zuhilfenahme von Drogen und dergleichen.

Doch viele Menschen tun diese Erkenntnisse immer noch als übernatürlichen Unsinn ab. Dabei weiß jeder Skeptiker, daß es müßig ist, eine sogenannte natürliche Erklärung für ein Ereignis zu suchen, das jederzeit reproduzierbar ist und das sogar ihm selbst im alltäglichen Leben häufig begegnet (von ihm jedoch ohne jedes Hinterfragen als "völlig unmöglich" abgelehnt wird). Ich finde, auch ein Skeptiker braucht nicht immer auf den "wissenschaftlichen Beweis" zu warten, sondern kann ruhig mal Vertrauen haben und auf seine innere Stimme hören, wenn die sagt, "da ist schon was Wahres dran" oder daß ein Ereignis seinen Sinn gehabt hat und kein bloßer Zufall war. In Wahrheit weiß ein jeder von uns viel viel mehr, als man uns zutraut.

Ein ebensolcher Zu-Fall war übrigens die Tatsache, daß sich Joseph Marx lange nach Beginn meiner Recherchen als ein mit mir wesensverwandter Freund herausstellte, denn auch er war ein nach dem Höheren Strebender, ja sogar ein Mystiker und Philosoph. Auf seiner Suche nach vollendeter Harmonie fand er seinen Weg in der Erforschung von Kunst und Ästhetik in der Musik, indem er einen universellen Zusammenhang zwischen dem Klang und seiner Wahrnehmung durch den menschlichen Geist entdeckte. Er kam zu dem Ergebnis, daß Harmonie und Wohlklang ein universelles Prinzip ist, während der Mißklang als Produkt des Intellektes nicht mit dem Herzen, sondern nur mit dem analytischen Verstand erfahrbar und erfaßbar ist.

Joseph Marx war Pantheist und — so wie ich ihn gerne nenne — ein "Mystiker des Glücks", dessen musikalische Schöpfungen im Sinne der Eudämonie höchsten Ansprüchen genügen mußten, und das taten sie auch.

Ich bin froh, daß ich ihm begegnet bin und diese Internetseite über ihn machen durfte.


Abschließend möchte ich noch an einen Leitsatz erinnern, den jeder kennt: "Der Weg ist das Ziel." Nicht nur Meditationslehrer und fernöstliche Gurus, sondern auch jeder gute Psychologe oder Persönlichkeitstrainer wird diese Wahrheit bestätigen können. Das Ergebnis, also das Ende eines Weges, erlangt seine volle Entfaltung erst dadurch, daß man den Weg überhaupt beschreitet und dabei alle Erfahrungen annimmt und akzeptiert, egal ob sie angenehmer oder unangenehmer Natur sind. Die Kunst besteht darin, die Dinge nicht gleich zu bewerten und in "gut" und "schlecht" einzuteilen, sondern sie zunächst nur anzunehmen und abzuwarten, was sich daraus ergeben wird ("Wer weiß, wozu es gut ist"). Denn auch die schlimmsten Erlebnisse bringen immer auch ein Geschenk, einen Segen mit sich, den man meist erst hinterher erkennt (und es ist NIE zu spät dafür, ihn zu erkennen). Dies ist für mich der wahre Sinn des Lebens: Die unendliche Vielfalt an Möglichkeiten und verschiedenen Wirklichkeiten, die das Leben ausmacht, zu erleben, im Jetzt zu sein und jeden Augenblick in seiner gesamten Fülle wahrzunehmen, aus schönen und schlimmen Erlebnissen zu wachsen und sich weiterzuentwickeln, und dabei immer mit Humor an die Sache rangehen ("Der Narr ist der Zwillingsbruder des Weisen"). Dabei stellt sich meist irgendwann ein bestimmter Zustand ein, eine Art Bewußtseins- und Wahrnehmungsstufe, die allgegenwärtig zu sein scheint und deren Essenz man nie wieder verlieren wird. Dies ist das reine SEIN, der Urgrund aller Dinge. Wer die Ewigkeit entdeckt hat und fortan dieses unerschöpfliche Lebenselixier in sich weiterträgt, wird von da an vielen anderen Menschen davon erzählen und so seinen Beitrag für eine bessere Welt leisten.


*

"Ich bestätige voll Glück meinen Glauben daran, daß wir in uns einen Funken jenes ewigen Lichts tragen, das im Grunde des Seins leuchten muß, und das unsere schwachen Sinne nur von ferne ahnen können. Ich erkenne es als unsere höchste Pflicht, diesen Funken in uns zur Flamme werden zu lassen und das Göttliche in uns zu verwirklichen, das sich auch in einem jeden von uns inkarniert hat."

[Malwida von Meysenbug (1816-1903), deutsche Schriftstellerin. Das Zitat stammt aus ihrem Werk "Lebensabend einer Idealistin", Kapitel "Ein römisches Idyll".]

*



Ich danke den Lesern dieser Seite dafür, daß sie mich auf diesem kleinen Ausflug in mein ganz persönliches Universum begleitet haben!

Berkant Haydin



Und zum Schluß eine Auswahl außergewöhnlicher Bücher, denen ich viel zu verdanken habe (in der ungefähren Reihenfolge, in der ich sie las). Ich möchte darauf hinweisen, daß ich vollkommen frei von jeglicher Glaubensabhängigkeit zu New Age, Esoterik, Sekten oder Religionsgemeinschaften lebe. Vielmehr interessiert mich immer nur das, an dem ich vollkommene Ehrlichkeit und unmittelbare Wahrheit entdecke.
  1. "Die Möwe Jonathan" von Richard Bach
  2. "Siddhartha" von Hermann Hesse
  3. "EinsSein — Eine kosmische Reise" von Richard Bach
  4. "Die erwachende Erde — Unser nächster Evolutionssprung" von Peter Russell
  5. "Illusionen" von Richard Bach
  6. "Diesseits der Wirklichkeit — Ein Transformationsprozeß" von Erhard W. Freitag
  7. "Der Pfad des friedvollen Kriegers" von Dan Millman
  8. "Tao te King" von Lao-Tse
  9. "Die Sufis — Botschaft der Derwische, Weisheit der Magier" von Idries Shah
  10. "Das LOLA-Prinzip oder Die Vollkommenheit der Welt" von René Egli
  11. "Das kann doch kein Zufall sein!" von Elisabeth Mardorf
  12. "Handbüchlein der Moral" von Epiktet (griech. Philosoph, 50-138 n.Chr.)
  13. "Gelassenwerden" von Rudolf Walter (Hrsg.)
  14. "Autobiographie eines Yogi" von Paramahansa Yogananda
  15. "Der Dieb im Wahrheitsladen — Die schönsten Weisheitsgeschichten" von Anthony de Mello
  16. "Das Notizbuch" von Jiddu Krishnamurti
  17. "Der Sternenschöpfer" von Olaf W. Stapledon
  18. Die Trilogie "Gespräche mit Gott — Ein ungewöhnlicher Dialog" von Neale Donald Walsch
  19. "Bestellungen beim Universum — Ein Handbuch zur Wunscherfüllung" von Bärbel Mohr
  20. "Der Papalagi — Die Reden des Südseehäuptlings Tuiavii aus Tiavea" von Erich Scheurmann
  21. "Gespräche mit Tieren" von Penelope Smith
  22. "Die Götter von Eden — Eine neue Betrachtung der Menschheitsgeschichte" von William Bramley
  23. "Mut — Lebe wild und gefährlich" von Osho
  24. "Das holographische Universum" von Michael Talbot
  25. "Die Reise nach Hause" von Lee Carroll (Kryon)

Anmerkungen und Anregungen sehr gern per Email an
e-Mail  office@joseph-marx.org


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